Kapitel 1
Ich wusste nie, dass man so lange liegen konnte. So lange schlafen. Gerade in einem so harten Bett. Wenn ich wach gewesen wäre hätte ich bestimmt schon gejammert. Aber es war zu schwer aufzuwachen. Zu schwer die Augen aufzuschlagen. Das hiess also, dass ich warten musste. Aber worauf? Ich konnte nicht klar denken. Dachte immer das Gleiche. Was war nur passiert. Wann hatte ich gestern beschlossen schlafen zu gehen? Wie lange hatte ich geschlafen? Vieles wirrte in meinem Kopf herum. -Hallo? Woo bin ich hieer?-, schrie ich meinen Gedanken zu. Aber es kam keine Antwort zurück. Was sollte ich nur machen? Hatte mich jemand umgebracht? Wieso konnten diese verdammten Augen nicht aufgehen? Plötzlich begann es vor meinen Augen zu flimmern. Es wurde immer klarer. Haa! Endlich hatte ich sie geöffnet. Doch nicht so schwierig wie ich dachte. Doch mein Mund brachte kein Wort raus. Ich wartete bis ich alles genau sehen konnte. Doch es war vergeblich. Alles war ein wenig unklar und es verbesserte sich nicht. Aber ich konnte trotzdem das Wichtigste sehen.
Daa waaar....wer war das? So bekannt und doch wusste ich nicht wer es war. Es war eine Frau, denn sie hatte lange gewellte Haare und ihre Lippen waren stark rot. Das eine Bein hatte sie über das andere gelegt und mit ihren beiden Händen hielt sie meine linke Hand. Ich spürte es nicht wie sie mich berührte. Ich sah wie sie ab und zu eine Hand von meiner wegführte und sich über das Gesicht wischte. Manchmal zückte sie ein Taschentuch und heulte hinein, vermute ich. Denn dann wendete sie mir immer den Rücken zu. Vermutlich damit ich nichts sah. Ich hätte so gerne gefragt, wer sie ist oder wieso sie weinte, doch was hätte es genützt, wenn meine Lippen kein Wort raus brachten und ich nicht einmal die Antwort hören könnte. Was war nur mit mir? Wieso klappte denn nichts? Ich musste herausfinden was es war. Doch mein Blick war noch immer bei der Frau. Ich sah nicht ob sie versuchte mir etwas zu sagen. Ob sich ihre Lippen zu Worten formten, denn meine Augen verweigerten mir noch immer das genauere Hinschauen. Schrecklich. Ich lag in meinem Zimmer und neben mir war eine unbekannte Frau. Was sollte ich nur tun? Plötzlich erschrak ich. Vor mir erschien ein kleines Mädchen. Oder war es ein Junge? Das Kind hatte mit seinem Gesicht fast meines berührt. Vermutlich hatte die Frau das Kind weggezogen, weil das Kind nun viel weiter weg war. Ja, das war es wohl. Denn in dem Moment ging auch das Licht aus und alles war dunkel.
Es war mir unmöglich wieder einzuschlafen, denn kurz darauf erschien ein weiteres Kind. Ich konnte nun klarer sehen und war glücklich. Ich war nun hellwach und setzte mich in meinem Bett auf. Ich wollte mich umsehen, doch mein Blick war auf das Kind gerichtet. Ich wusste nicht wie ich das Kind sehen konnte doch es war unübersehbar, denn es leuchtete. Es leuchtete wortwörtlich und das erschreckte mich, denn das Kind leuchtete grün. Es sprach zu mir mit tiefer Stimme, bei der ich mir gedacht hätte, dass es unmöglich war mit einer so tiefen Stimme zu sprechen: ,,Ich weiß was du dir denkst. Was du eigentlich hier machst. Aber ich weiß was du hier machst. Du büßt hier alles was du mir angetan hast. Du denkst gerade, dass du wach bist. Paah! Dummheit wird nicht belohnt, Kind.." ,,Kind? Du bist sicher 5 Jahre jünger als ich",unterbrach ich ihn. Er fuhr fort als ob er mich überhört hätte. ,,Du träumst das mit mir, Kind. Ich bin zwar unreal, aber kann dein Leben zur Hölle machen. Und das werde ich auch! In jeder winzigen Möglichkeit.",er klang als würde er mich am liebsten in 1000 Teile zerstückeln. Doch kurz darauf verschwand er und ich blieb lange so liegen. Bis schließlich wieder Helle in meine Augen kam.
Es war härter als gestern. Meine ganzen Knochen taten weh. Ich hörte Gemurmel neben meinem Ohr. ,,Sie wird bald aufwachen.", ,,Das einzige was passiert sein könnte, wären ein paar Knochenbrüche"...
Hey, da waren Ärzte. Es tat zu weh. Diese "Profis" sollte mich einfach in ein weiches Bett legen. Ich schlug die Auge ganz weit auf. Es war richtig. Es waren Ärzte. Und auch wieder diese Frau von gestern. Diesmal aber erkannte ich sie. Es war meine Mutter. ,,Corinna!",sie fiel mir um den Hals. ,,Mum? Was ist passiert? Wo bin ich." - ,,Du bist aus dem Bett gefallen, Corinna-Schatz. Aber mach dir keine Sorgen. Die Ärzte kriegen das schon hin. ,,Ich hab dich lieb. Es wird alles gut", sagte meine Mutter wieder.
Doch es war gar nichts gut. Diese Nacht hatte mir wirklich jemand gedroht. Und ich musste herausfinden, was passiert war bevor ich im Krankenhaus gelandet bin. Was ich dem grünem Kind angetan hatte. Mir hatte es ja schon mal was angetan. Denn, dass ich aus dem Bett gefallen war, war sicherlich nicht meine Schuld, das wusste ich einfach.
Bald geht's weiter. (Kapitel 2)
bibi
bibiihxlove am 18. Juli 12
|
Permalink
|
0 Kommentare
|
kommentieren
